Kolumbien
Kolumbien wird Sie mit offenen Armen empfangen, damit Sie seine Kultur entdecken können: die archäologische Stätte der Ciudad Perdida, die Cumbia, den Karneval von Barranquilla oder den Palacio Arzobispal in Bogotá. Hinzu kommen die faszinierenden Landschaften, die von den Anden bis zu den Stränden der Karibik- oder Pazifikküste, vom amazonischen Regenwald zu den Nationalparks, von Seen bis zu Vulkanen reichen.
Der größte natürliche Reichtum des Landes ist die Tier- und Pflanzenwelt. Schätzungen besagen, dass in Kolumbien bis zu 55'000 Pflanzenarten vorkommen und auch die Artenvielfalt in der Tierwelt ist beeindruckend. Die UNESCO erklärte insgesamt fünf Gebiete in Kolumbien zu Biosphärenreservaten, darunter den «Parque Nacional Natural El Tuparro» und den «Santuario de fauna y flora Ciénaga Grande de Santa Marta».
Sehenswert ist in Kolumbien natürlich die Hauptstadt Bogotá, die als eines der wichtigsten Zentren für Kunst und Kultur in ganz Südamerika gilt. Beliebt ist die Theaterwelt mit den zahlreichen Bühnen, Opern und Konzerthäusern. Neben dem kolumbianischen Nationalmuseum und dem Museo de Arte Colonial ist auch das Museo del Oro sehr bekannt, welches viele der präkolumbianischen Goldkunstwerke ausstellt. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt Bogotás zeigt sich der historische Wert der wunderschönen Kirchen und Klöster, anderer öffentlicher Gebäude und der Plaza Bolivar.
Ein weiteres Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist die kolumbianische Karibikküste. Insbesondere die Stadt Cartagena, auch „Perle der Karibik“ genannt, lädt zu einem Aufenthalt ein. Hier zeigen sich in der Altstadt koloniale Schätze, währendem Sie an den Stränden herrlich entspannen können.
Wunderschön und unberührt ist auch die Pazifikküste, wie zum Beispiel in Bahia Solano. Von dort werden Wanderungen in den nahe liegenden Urwald angeboten. Der Pazifik eignet sich hervorragend zum Tauchen. Besonders eindrucksvoll ist die Pazifikküste von Juni bis November, wenn sich dort die Wale aufhalten, um ihre Jungen zu gebären.
Die ethnische Vielfalt in Kolumbien manifestiert sich ebenso in der kulinarischen Kultur des Landes. Es mischen sich die Einflüsse der indigenen Bevölkerung mit denen der Spanier, der Afrikaner und Araber. Die Hauptzutaten einer kolumbianischen Mahlzeit sind Schweinefleisch, Kartoffeln, Bohnen und Mais sowie Hähnchen, Reis und verschiedene Suppen.
Ein kolumbianisches Nationalgericht ist die Ajiaco-Suppe aus Hühnchen und Kartoffeln. Bei größeren Mahlzeiten oder auf Festen wird oft Lechona, gefülltes Schwein mit Reis und Gemüse gegessen. Bekannt ist auch Tamales, Schweinehackfleisch mit Reis und Gemüse in Maisteig, das in ein Bananenblatt gehüllt ist. Etwas ausgefallener sind die ebenfalls sehr typischen Gerichte mit fritierten Ameisen sowie gerösteten Meerschweinchen.
Durch das tropische Klima gedeihen in Kolumbien sehr viele exotische Früchte, die häufig zu frischen Säften verarbeitet werden.
Der Kaffee ist das kolumbianische Produkt par exellence. Er ist mit seinen milden Geschmack und dem intensiven Aroma auf der ganzen Welt bekannt.
Kolumbien ist das drittgrösste Land des lateinamerikanischen Kontinents und bietet mit seinen reichen Ressourcen, Regenwaldzonen, unzähligen Nationalparks und der grandiosen Andenregion eine atemberaubende Kulisse für Ihren Spanisch-Sprachaufenthalt. Die Bewohner nennen ihre Heimat liebevoll "Locolombia", das verrückte Kolumbien.
Der Namensgeber Christoph Kolumbus setzte nie einen Fuß auf kolumbianischen Boden, sondern segelte lediglich daran vorbei. Die Besetzung des Landes übernahmen nachfolgende Eroberer, welche auf der Suche nach Gold und Smaragden waren. Bei der Produktion von Smaragden mischt Kolumbien auch heute noch ganz vorne mit.
Es ist das einzige Land Südamerikas, das von zwei Ozeanen begrenzt wird: dem Pazifik im Westen und dem Atlantik (Karibik) im Norden. Durch die Anden, die fast 6'000 Meter aufragen, kommen in dem am Äquator liegenden Land praktisch alle Klimazonen vor.
Im Kontakt mit den Einheimischen können Sie Ihre Spanischkenntnisse gleich anwenden. Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Kolumbianer werden auch Sie gefangen nehmen und dafür sorgen, dass Ihre Sprachreise ein unvergessliches Erlebnis wird.
Kolumbien steht in Bezug auf Artenvielfalt weltweit an zweiter Stelle. Die geschützten Ökosysteme bieten sich zur wissenschaftlichen Forschung oder einfach nur zum Beobachten und Erleben an und machen das Land zu einem einzigartigen Ziel für Naturtourismus.
Kolumbien kann man in fünf geographische Klimazonen unterteilen und jede hat ihre ganz spezifische Landschaft, Fauna und Flora. Dazu gehören die Regionen der Anden, der Karibik, des Pazifiks, des Amazonas und der Llanos Orientales.
In Kolumbiens Gewässern leben über 3.000 Fischarten. In den verschiedenen Ökosystemen an den Küsten, die 95% der Kontinentalplatte decken finden Sie Korallenriffe, Mangrovenwälder, Küstenlagunen und Deltas, Auen von Samenpflanzen, Strände und Buchten.
Das Land ist zeichnet sich durch natürliche Wälder, Savannen, Trocken- und Feuchtgebiete, schneebedeckte Gipfel und Gewässer aus. 14% des nationalen Territoriums sind geschützte Gebiete mit staatlichen Parks, Naturparks und Naturreservaten.
Die gut 47 Mio. Kolumbianer sind von Natur aus fröhlich und feiern das ganze Jahr über. Nehmen Sie teil am Karneval in Barranquilla, welcher seit mehr als 100 Jahren gefeirt wird und sich jeweils in das größte Volksfest Kolumbines verwandelt. Besuchen Sie einzigartige Feste, die Sie sonst nirgends auf der Welt finden, wie das Blumenfest in Medellín, der Umzug des Yipaos in Calarcá oder das Kulturfestival des Wayúu-Stammes, die religiösen Veranstaltungen in der Karwoche bzw. Ostern und Weihnachten, Festivals für Folklore und noch viele mehr.
Entdecken sie das reiche Kunsthandwerk und bringen Sie als Souvenir schön geflochtene Korbwaren, einzigartigen Gold- oder Silberschmuck, Webereien oder Töpferwaren nach Hause.
Die Archäologischen Parks sind Teil der wichtigsten und eindrucksvollsten Kulturschätze Kolumbiens. Hier können Sie Spuren längst vergangener präkolumbischer Kulturen, ihre Lebensweise, ihren Glauben und ihre Bauwerke kennenlernen. Faszinierende und riesige Steinfiguren von einer bis zum heutigen Tag unbekannten Kultur, die von Historikern die Kultur von San Agustín genannt wird, sind im Park gleichen Namens am Alto de los Ídolos (Anhöhe der Götzen) und am Alto de las Piedras (Anhöhe der Steine) zu bewundern. Zu entdecken gibt es auch Gräber der präkolumbischen Kultur von Tierradentro und die bunten Felsmalereien an den Wänden der Höhlen von Facatativá. Das prachtvolle Museum der Calima-Kultur in der Nähe der Stadt Cali fasziniert mit seiner großen archäologischen Sammlung und der Zauber der Ciudad Perdida (die verlorene Stadt), die in der Sierra Nevada de Santa Marta versteckt ist und die Balsa Muisca (das Muisca-Floß), das uns die Geheimnisse der Legende vom El Dorado offenbart, ziehen jeden Besucher in ihren Bann.
Die kolumbianische Musik ist stark von afrikanischen Einflüssen geprägt, wie man es in der rhythmischen Cumbia und im melodischeren Vallenato hört. Die Stadt Cali hat sich den Ruf als Capital de la Salsa gesichert. Bekannte Künstler wie Shakira und Juanes haben es in der letzten Zeit auch in Europa an die Spitze der Charts geschafft.
Unter den Schriftstellern International bekannt ist besonders Gabriel García Márquez (Schriftsteller, Journalist
und Literaturnobelpreisträger), unter anderem durch sein Buch „Hundert Jahre Einsamkeit“, welches als eine der wichtigsten Werke der latein-amerikanischen Literatur gilt.
Kolumbien konnte auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken, bevor es von den Spaniern erobert wurde. An verschiedenen Orten ist das Zeugnis der Vergangenheit der Ureinwohner noch lebendig. In San Agustín, im Departamento von Huila, sind monolithische Steinfiguren, die Götter und Krieger darstellen, erhalten geblieben. In der Gegend von Tierradentro im Departamento von Cauca können Sie unterirdische Bauten, die aus Begräbniskomplexen mit unterirdischen Kammern bestehen, besichtigen.
Vom Naturpark Parque Tayrona, der an der Karibikküste gelegen ist, kann man über einen steingepflasterten Weg bis hoch zu den Ruinen von El Pueblito, eine vom Tayrona-Volk gebauten Stadt aus Stein, laufen. Diese hoch entwickelte präkolumbische Kultur kann man als Nachlass des Goldschmiedehandwerks im Goldmuseum von Bogotá und im Museum der Tayrona-Kultur in Santa Marta ausgestellt sehen.
Kolumbien besitzt eine wertvolle, architektonische und kulturelle Vergangenheit, die in vielen Städten und Dörfern erhalten geblieben ist.
Mehr als zwölf Kulturen bewohnten bis zur Eroberung durch die Spanier das heutige kolumbianische Territorium und hinterließen Spuren, die von ihrem hohen Entwicklungsstand zeugen. Städte und steingepflasterte Wege, Statuen, Begräbnisurnen und feine Stücke des Goldschmiedehandwerks und der Töpferkunst sind Teil des Kulturerbes, das uns heute erlaubt, ihre Lebensform und Glaubenseinstellung kennen zu lernen.
Der Muisca-Volksstamm besiedelte die Hochebene der heutigen Departamentos Cundinamarca und Boyacá und widmete sich der Landwirtschaft. Sie waren ausgezeichnete Goldschmiede und Töpfer und hinterließen uns Schätze von unvorstellbarem Wert. Der Mythos vom El Dorado, der zur Eroberung dieses Teil des Kontinents verführt hat, hatte seinen Ursprung im Zeremoniell zur Wahl des neuen Häuptlings, der mit Gold bedeckt, sich in Begleitung seiner Priester auf einem Floß bis in die Mitte der Lagune von Guatavita begab und dort versenkt wurde.
Die Kulturen der Quimbaya, Sinú, Tayrona und Calima erwiesen sich ebenfalls als Meister der Töpferkunst und des Goldschmiedehandwerks. Ausgestellt werden die beeindruckenden Kunstwerke im Goldmuseum der kolumbianischen Zentralbank, im Archäologischen Museum Casa del Marqués de San Jorge und im Landesmuseum in Bogotá, im Museum der Quimbaya-Kultur in Armenia, im Museum der Tayrona-Kultur in Santa Marta sowie im Museum der Sinú-Kultur von Cartagena. In besonderen Galerien kann man Nachbildungen erwerben, die mit den gleichen Techniken, die die Ureinwohner verwendeten, hergestellt werden.
In den Dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts begann die Gründung von Städten. Die Eroberer teilten das Land unter sich auf, organisierten den Abbau von Salz-, Gold- und Smaragdminen und setzen den christlichen Glauben durch. Mit der Ankunft der Spanier und der Afrikaner, die als Sklaven gebracht wurden, festigte sich die Rassenmischung.
Wenige Stunden von Cartagena de Indias entfernt liegt Mompox, ein Hafen am Magdalena-Fluss, der sich zu einem Handelszentrum und einer herrschaftlichen Kleinstadt entwickelt hat. Zu ihrer Architektur gehören besondere Bauwerke wie die Kirche Santa Bárbara und das Gymnasium Pinillos.
Die Hauptstadt des Vizekönigreichs wurde im Bereich des heutigen Bogotá gegründet und war Sitz der spanischen Regierung und der hohen kirchlichen Hierarchie. Im Stadtviertel La Candelaria und seiner Umgebung gibt es Herrenhäuser und Kirchen, die mit ihren Schätzen erhalten geblieben sind. Viele dieser Bauwerke wurden in Museen verwandelt, in denen man Kunst und Kultur unserer Vorfahren veranschaulicht bekommt.
In Popayán und Tunja gibt es koloniale Stadtviertel, die das Flair dieser Epoche bewahren. In ihren Kirchen und den barocken, vergoldeten Altarbildern, sowie ihren engen Gassen, ruhigen Plätzen und Herrschaftshäusern meint man, die Zeit sei stehen geblieben.
Über ganz Kolumbien verteilt findet man Dörfer und Städte, die unschätzbare architektonische Bauwerke erhalten haben.
Die strategisch günstige Lage von Cartagena de Indias, die zu den Hauptsklavenmärkten Südamerikas gehörte, machte sie zur begehrten Stadt für die englischen Korsaren, die ständig versuchten, sie einzunehmen. Es wurden Festungen gebaut, die sie zur bestgeschützten Hafenstadt Amerikas machten. Im Inneren der Stadtmauern ist das historische Zentrum erhalten geblieben, mit bedeutenden, weltlichen und kirchlichen Bauten, die sie zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.
Honda war als Zwischenstation bei der Personen- und Frachtbeförderung auf dem Weg nach Bogotá von großer Bedeutung in der Kolonialzeit und bis zum 19. Jahrhundert. Noch heute ist ihre wunderschöne Architektur mit ihren steilen Gassen erhalten.
Im gesamten kolumbianischen Gebiet gibt es Dörfer und Städte, die an die Gründungen der Kolonialzeit erinnern und ihre unschätzbaren, architektonischen Werte erhalten haben: Pamplona in Nordsantander, Girón und Barichara in Santander, Villa de Leyva in Boyacá und Santa Fe de Antioquia in der Nähe von Medellín. In den Orten, die Schauplätze der Befreiungsbewegung von Spanien waren, findet man Reliquien, die dem Unabhängigkeitskampf gedenken.
Die Rassenmischung hat zu kulturellen Ausdrucksformen auf den Gebieten der Musik, der bildenden Künste und der Literatur beigetragen und Schriftsteller und Künstler.
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